Lena

Stayhungry 

Sie küssten sich im Cafe, spätnachmittags, mitten im Gewühl der Leute.
Wohin gehen wir? fragte sie. Mein Hotel ist nicht besonders einladend.
Meines auch nicht. Er zögerte. Allerdings ... ich wüsste da einen besonderen Ort. SeineStimme klang düsterer als er beabsichtigt hatte.
Interessiert weiteten sich ihre Augen. Dann lass uns gehen, antwortete sie.
Sie hatte keine Angst.
Nicht sie, nicht vor ihm.

*

Wie in jungen Jahren trug sie ihr brunettes Haar kurz und ein wenig gelockt. Die ersten Falten fanden sich in ihrem Gesicht und die Haut unter den Augen war schon etwas schlaff, man sah, sie hatte gelebt. Und doch sie war diese souveräne, attraktive Frau wie eh und je.
Ihre Figur war immer noch atemberaubend, denn körperliche Anstrengung war ihr nie zuwider gewesen, nicht auf dem elterlichen Bauernhof, nicht im eigenen Garten und nicht beim täglichen Dauerlauf vor dem Frühstück.
Wäre er nicht so erpicht darauf, in den Augen einer jeden Frau lesen, die ihm selbstbewusst entgegenblickte, ein kurzes Geplänkel, in dem hemmungsloses Begehren und vornehme Zurückhaltung eine untrennbare Vereinigung eingingen, er hätte sie im Vorbeigehen in der Fußgängerzone, im Kostümchen mit Business-Rolli und Pumps, gar nicht erkannt.
Lena war ihm nur erinnerlich in Jeans und Lederjacke oder vergleichbar lässiger und ihre Vorzüge wie ihre legere Art bestens hervorhebender Kleidung.
Freudig verwundert hatte sie laut seinen Namen gerufen und schnell entwickelte sich ein Gespräch, das sie schließlich in die Lokalität verlagerten, vor der sie sich so unerwartet getroffen hatten.

*
Ihre erste Begegnung hatten sie im zarten Alter von fünfzehn im Tanzkurs.
Eine schier unüberschaubare Menge an Mädchen und Jungs hatte, aufgestellt in zwei ineinander angeordneten Kreisen, mit dem jeweiligen Gegenüber ein paar kurze Drehungen zu absolvieren, um einen Überblick über taugliche Zusammenschlüsse für die folgenden Schreckenswochen zu gewinnen, Speed-Dating lange vor seiner Begriffwerdung.
Lenas Gesichtsausdruck war angesichts seiner ungelenken dilettantischen Bewegungen von Fassungslosigkeit im Grenzbereich zur Verachtung geprägt. Sie suchte das Weite und sich zielsicher einen anderen.
Den fand sie damals schnell und nach vielen Irrungen und Wirrungen auch dauerhaft fürs Leben.
Mit K. jedenfalls wollte sie nicht tanzen.
Nicht sie, nicht mit ihm.

*

Dieser zarte, sanfte Kuss jagte die Hitze pulsierend in Gesicht und Gehirn und kalte Schauer über den Rücken. In jungen Jahren hatte er bedeutet, uns gehört die Ewigkeit. Es war eben dieser zarte, sanfte Kuss, der nun mit all den Erfahrungen der Liebe in den vielen Jahren ihrer beider Leben hieß, wir haben nur das Jetzt.
Das wollten sie auskosten, heute, hier, mit jeder Faser ihrer Leiber und mit ganzer Seele.

*

Lena war eine der Frauen, die ihm von vorneherein auf Augenhöhe begegneten. Nun war es gar nicht so schwer, diese Frauen zu finden. Ein Typ wie er weckte Neugier, wenn er in seiner zurückhaltenden Art unmissverständlich Interesse bekundete, ohne allzu siegesgewiss aufzutreten. Die Quelle von derlei Mut ohne Anmaßung zu ergründen machten sie sich mit fast vorhersagbarer Regelmäßigkeit zur Aufgabe. Er hatte also eine raffinierte Falle entwickelt für umworbene, erfolgsverwöhnte Frauen, die sich gerade nicht so leicht erobern ließen.
Deren dabei üblicher Verzicht auf das Bemühen um ihn schmerzte zwar, aber er konnte es hinnehmen, wenn im erhofften weiteren Verlauf seine Hingabe an die Lust dieser Dame willkommen war. Denn dafür musste sie sich fallen lassen, alles an sich selbst lieben, weil ihn nach allem an und in ihr verlangte.
Die Hitze brodelte in ihm und nichts hoffte er mehr, als dass Lena bereit wäre, Grenzen auszuloten und zu überschreiten. So klar war das nicht, auch wenn sie unkompliziert die Initiative für die erotische Zusammenkunft ergriffen hatte. Der One-Night-Stand folgt: oft starreren Regeln als der im Tanzkurs einst gelehrte Benimm, sei es in der hartnäckigen Annahme der Beteiligten, zügellose Leidenschaft vorgaukeln zu müssen, wie auch in der verständlichen Zurückhaltung gegenüber echtem Tabubruch mit einem im Intimen doch unvertrauten Menschen.

*

Die diskreten Formalitäten am Empfang verfolgte sie mit distanziertem Interesse, verunsichert angesichts der Örtlichkeit einer noblen Begegnungsstätte der besonderen Art schien sie jedenfalls nicht.
K. segnete die Buchung ab im Wissen, für diese Nacht einen halben Monat arbeiten zu müssen. Es entlockte ihm nicht einmal ein Achselzucken. Was zählte, war allein der Moment, in ihm wohnte der Hauch der Ewigkeit.

*

Er öffnete die Tür zu der Suite mit der Magnetkarte und Lena bekam nun doch große Augen angesichts der Ausmaße und Ausstattung. Sie trat ein und sah sich um.
Eine Sitzgruppe aus drei Dreisitzer-Sofas in schwarzem Leder und ein freistehendes, schneeweißes Doppelbett teilten sich den Raum, der mit großen anthrazitfarbenen Feinsteinzeugfliesen an den Wänden und auf dem Boden in düsterer Eleganz ausgestaltet war. An der in hellem Cremeweiß gefliesten Wand gegenüber dem Eingangsbereich fand sich ein vollkommen freier Nassbereich mit Regendusche, Toilette, Bidet und Waschbecken, nur symbolisch abgetrennt durch zwei freistehende, großflächige Glasscheiben. Ein raffiniertes System aus direkter und indirekter Beleuchtung brachte Helligkeit in den dunklen Raum, hob die Inseln in der Weite hervor, die Sitzgruppe angenehm diffus, das Bett und den Wellnessbereich in gleißendem Licht.
Über die halbe Länge der linken Wand erstreckte sich mittig plaziert ein Sideboard mit noch unbekanntem Inhalt, darüber ein großes Bild, ein trefflich in Schwarzweiß fotografierter Akt ästhetisch ineinander verschlungener Leiber, erotisch, nicht erregend, keine bestimmte Vorliebe darstellend, nur die wahren Ziele aller solchen Sehnsüchte verkörpernd, Nähe, Hingabe, Intimität, Einswerdung. Daneben befand sich eine Tür, wie die mit Jalousien verschlossene Fensterfront der gegenüber liegenden Raumseite im Dunklen kaum wahrnehmbar.
Interessiert, verwundert, womöglich ein wenig skeptisch ob der kühlen, düsteren Atmosphäre, begab sich Lena in den Raum, ziellos schlendernd, ihr Blick auf der Suche nach irgendetwas, das ihr angenehme Aufenthaltsstätte sein könnte und sich nicht auf Anhieb anbot. Verstört wäre das falsche Wort, aber ratlos schien sie zu sein.
K. wusste um die Wirkung dieses Raumes, der Zeit und tiefes Erleben brauchte, um sich zu erschließen und dann genau dieses in reicher Fülle zurückzugeben. Kein heimeliges Gefühl konnte hier entstehen, hier galt es einzutauchen in die dunklen Gefilde tief empfundener Lust, die sich ungeschützt offenbaren musste auf diesem Altar der Sinnlichkeit.

*

Ganz gegen seine Art begann er zu drängen, nachdem er ihr aus dem Mantel geholfen hatte. Er wollte sie nicht in den Hygienebereich huschen lassen, nein, sie sollte nicht duschen, womöglich noch mit der Bitte an ihn, sich zurückzuziehen. Nein, nichts erregte ihn mehr als der unverfälschte Geschmack einer erregten Möse, dessen animalische Anziehungskraft nicht durch Seife und Deo gezähmt war.
Er nahm sie in den Arm, küsste sie leidenschaftlich auf den Mund, forderte zwischen ihren Lippen, an ihrem Hals, öffnete hastig ihre Bluse, zog die BH-Körbchen nach unten und drängte sie zum nächsten Sofa, während seine linke Hand schon ihre Brüste knetete.
Vieles, alles an seinem Verhalten hätte sie zu Recht beanstanden, zumindest in Frage stellen können angesichts der Eleganz des gehobenen Ambientes, das so schnell so unbedeutend wurde.
Doch auch sie schien sich nach der lustvollen Begegnung mit ihm zu sehnen, trotz aller abgeklärten Lebenserfahrung, die warten konnte in intensiver Vorfreude ohne ungestüme Gier nach zu früher Erfüllung. So sank sie lachend mit ihm hin und er fuhr ihr unter den engen Rock, drückte ihn nach oben, massierte kraftvoll ihren feuchten Schoß.
Sie stöhnte und er zog ihr das Höschen nach unten, fummelte es von ihren Beinen und sog gierig ihren Duft aus dem Stoff. Sie murrte verlegen, komm lass das, das Höschen ist doch schon angepisst, ich trag es seit heute Morgen. Jaaa, raunte er, deswegen riecht es ja so gut.
Lachend ließ sie ihren Kopf auf die breite Lehne der Couch sinken und gab ihn aus ihrer Umarmung frei. Na, dann lass Dich nicht aufhalten, wilder Krieger.
Er ließ ihr Höschen fallen und vergrub sein Gesicht in ihrem Dekollete. Seine Hände umfassten ihre Apfelsinen gleichen Glocken, drückten sie mit sanfter Kraft, während er züngelnd ihre erhärtenden Nippel stimulierte. Schon stöhnte sie genüsslich und wühlte in seinem Haar. Seine Hände schob er unter ihren Rücken und er versuchte, ihren Rock zu öffnen. Sie hob ihren Po an, griff zu Haken und Reißverschluss und er befreite ihren Arsch aus seinem vortrefflichen Gefängnis.
So lag sie nun vor ihm, die hellgraue Bluse war von den Schultern auf die Oberarme gerutscht, ihre Brüste ragten über die Körbchen des anthrazitfarbenen, mit silbernen Stickereien verzierten Büstenhalters, die Brustwarzen frech aufgerichtet. Ihre nackten Schenkel hatte sie weit geöffnet nach oben gezogen, nur noch die schwarzen Schuhe trug sie. Ihre Scham war rasiert, ihr lockiger Venushügel ansprechend begrenzt. Keine glatte Pflaume mit zartem Spalt bot sie ihm dar, nein, eine verquollene fleischliche Pracht, bei der Klitoris und kleine Schamlippen zwischen den großen hervorlugten.
Gott wie liebte er diesen Anblick einer willigen erwartungsvollen Frau – und den Duft ihrer
Erregung erst! Hektisch sank er auf sie nieder, griff nach oben an ihre Brüste, während seine Zunge nach unten pflügte, hart in ihrem Nabel forderte und dann in den himmlischen unverfälschten Saft ihrer Spalte eintauchte. Ihre Schenkel zuckten, und sie stöhnte heftig, als er ihre Perle saugte, seine Zunge auf ihr vibrierte. Schnell atmete sie schwer, presste ihren Atem, stöhnte. Ihre Hände zogen sein Gesicht auf ihr Geschlecht und ihr Becken zuckte immer heftiger.
Im Kommen stieß sie ihr Schambein an seine Kiefer, seine Lippen schmerzten, aber er hörte nicht auf, bis sie seinen Kopf nach Luft ringend von sich wegzuziehen versuchte, ein wildes Ringen, denn er hatte ihre Schenkel fest gepackt und fuhr wieder und wieder durch ihren Schlitz bis zum Damm. Nur ein letzter Funken an Vorsicht vor ihrem Ekel hielt ihn in seiner Gier davon ab, ihren zuckenden Anus zu lecken, saugen, liebkosen.
Endlich ließ er ab von ihr, gab ihrem Widerstand nach. Keuchend richtete sie sich auf, knöpfte hastig sein Hemd auf. Er riss es sich vom Leib, während sie schon seine Hose öffnete, sein Glied befreite, fest umfasste. Er stand kurz auf, entledigte sich der restlichen Kleidungsstücke, da hatte sie sein hartes Glied schon mit ihren Lippen umschlossen. Er entzog sich ihr, denn er wollte nicht kommen und das schien schnell erreichbar, so gekonnt wie sie ihre Zunge um seine Eichel kreisen ließ. Daraufhin küsste sie sich den Schaft seines Gliedes entlang, verrenkte ihren Kopf, um seine Hoden zu küssen. Er ließ sie gewähren, denn das war wunderschön, aber trieb seine Erregung nicht weiter hoch. Sanft kraulte er in ihrem Haar, bis sie abließ und ihn über sich zog.
Wie von selbst glitt er in ihr nasses Paradies, heißes feuchtes Fleisch umfing ihn. Tief konnte er in sie dringen, sie brauchte keine Vorbereitung mehr. Mit beiden Händen zog sie sein Becken auf ihres und gab einen schnell ansteigenden Rhythmus vor. Eigentlich wollte er lange in ihr verweilen, dieses unbeschreibliche Gefühl unendlich auskosten, aber er stieß ihrem Drängen folgend immer härter und schneller in sie. Er kam mit heftigem Stakkato und spritzte seinen Samen tief in sie, begleitend von ihrem langen, kehligen Stöhnen.
Mit dem Erguss verließ ihn auch die Kraft, er sank matt auf sie und versuchte, sein Glied noch in ihr zu halten, sich vorsichtig noch zu bewegen. Aber die Zeiten waren vorbei, als er damit noch einmal erstarken konnte. Sein schlaffes Glied glitt aus ihrer Vaagina und sie drückte ihre glühende Wange an seine, küsste ihn und sagte: Endlich mal wieder ein guter Fick.
*

Er befreite sie von der nun etwas drückenden Last seines Körpers und kuschelte sich hinter sie auf das Sofa, auf dem sie eng aneinander liegend gut Platz hatten. Seinen rechten Arm hatte er unten ihrem hindurch geschlungen, seine Hand streichelte sanft ihre linke Brust. Auf seinem linken Arm ruhte ihr Nacken und sein Mund spielte in ihrem Haar.
Figgt Jimmy dich nicht mehr gut genug? fragte er schließlich nach.
Ach, Jimmy, seufzte sie resigniert, dem ist sein Bier meist wichtiger als eine heiße Nummer, drehte sich zu ihm und vergrub ihr Gesicht in seiner Schulter. Er nahm sie in die Arme und drückte sie fest an sich.

* * *

Jimmy.
Klassenkamerad, Schulfreund, Alpha-Typ, Anführer.
Hätte es sich bei ihrer Clique in der Jugend um eine primitive Rockerbande gehandelt, er wäre der Präsident gewesen und niemand hätte das in Frage gestellt.
Aber sie waren eine chaotische Truppe pfiffiger Jugendlicher, die ihren Platz im Leben suchten, Nächte durchwachten in ihren Diskussionen um Sinn und Unsinn vergangener wie neuer Lebensformen. Sie waren innovativ und bodenständig zugleich, hatten eine für Lehrer schwer verdauliche Lust am skurrilen Humor, für den der ungeeignete Moment stets der beste war und wurden ob ihrer sprühenden Kreativität auch in echter Mitarbeit im Unterricht dann doch geliebt.
Paradiesische Zustände fast, hätte Jimmy nicht ein unstillbares Verlangen danach gehabt, eine Führungsrolle einzunehmen. Die suchte er nicht in plumper Platzhirschattitüde zu erlangen, er wäre schnell aufgelaufen. Nein, er war charmant, nachdenklich, einfühlsam, dazu sehr gut aussehend, athletisch, ein herausragender Sportler, Trinker und Raucher. Was er nicht ertragen konnte, waren Menschen, die nicht so toll waren wie Menschen in seinen Augen zu sein hatten. Die mussten darauf hingewiesen werden, die brauchten das, war seine abschließende Begründung, wenn er sich entschieden hatte, jemanden zu quälen.
Dem ging meist voraus, dass er sich angefreundet hatte mit ihnen, ihr Vertrauen, ihr Interesse, ihre Zuneigung erworben hatte. Dann war der Prozess der Bloßstellung ihrer Mängel, der Verspottung vor der Gruppe und der Öffentlichkeit allgemein umso schmerzvoller. Erbärmlich hatte K. schon damals gefunden, wie wenig die Clique diese miese Hackordnung hinterfragte, geschweige denn Einhalt gebot. Lachend nahmen die meisten zur Kenntnis, was anderen widerfuhr, solange sie nicht selbst an der Reihe waren. Natürlich bekam Jimmy in Lena die attraktivste Tanzpartnerin und schnell konnte er sie an sich binden als Freundin. Ihre überbordende Sexualität lebten sie gern während der Freizeittreffen der Clique aus, denn als Schülerin eines Klosterinternats hatte sie strenge Vorgaben zu beachten und des Wochenendes war sie weit entfernt auf dem Hof ihrer Eltern, die für Lüste von Teenagern schlicht keinerlei Verständnis hatten.
*

Lena mochte K.
Das verblüffte ihn über die Jahre hinweg stets von Neuem, denn sie passte so gut zu Jimmys überheblichem Führungsanspruch und allzu viel Kritik für seine Mobbingeskapaden war von ihr nicht zu erwarten. Schwache und Benachteiligte wurden auch von ihr nur nach dem bemessen, ob sie ihr sympathisch waren, ob sie ihr als angemessene Freunde willkommen wären. Das ging so weit, dass sie K. durchaus in ihre Lästereien über Streber, Weichlinge, Zarte und Verlierer einbeziehen wollte, als wüsste sie gar nicht, wie sehr ihn dies abstieß.
K. schien Jimmy auf den ersten Blick sehr ähnlich, kein Sportler zwar, aber Musiker und was weit schwerer wog, der erste in der Clique, der eine richtige Freundin hatte: lsabella, ein ganzes Jahr älter, blond, groß und Beine bis zum Hals. Dazu war er jedes Jahr Klassenprimus, der mit seinen langen Haaren, seiner lärmenden Rockband und seinem damaligen Hang zum Kettenrauchen so gar nicht in das Schema der strebsamen Hassobjekte passen wollte. Das lag vielleicht auch daran, dass K. stets darauf achtete, dass jeder abschreiben konnte und ein Jahr lang hatten er und sein schulisch vergleichbar erfolgreicher Banknachbar den Vordermännern in den Prüfungen um die Wette eingesagt. Gewonnen hatte, wessen Zögling die bessere Note bekam. Bei einer Klassenstärke von 40 Schülern aufwärts war eine Lehrkraft hier aufgeschmissen mit Überwachungsaufgaben.
K. war von Jimmy einst genauso umworben gewesen, eine tiefe Freundschaft hatte sie verbunden und Jimmy hatte wohl auch ein ehrliches Interesse an seinem Denken, seinem Esprit. Am meisten bewunderte Jimmy aber, dass K. sich seinen Vorstellungen und der von ihm betriebenen Strukturierung der Gruppe nicht fügte.
K. entfernte sich von ihm, kritisierte ihn zunehmend und stellte sich öffentlich schützend vor dessen Opfer - denen schweigsames Erdulden oft lieber gewesen wäre als direkte Konfrontation. In der Clique bröckelte es nur langsam, zu vielewaren es als Mitläufer zufrieden, nicht zu den Opfern zu gehören – eine Fehleinschätzung, denn mit der schwinden Anzahl der Fans gerieten auch sie in die Schussbahn. Irgendwann war Jimmy so isoliert, dass nur einige seiner Freunde, auch sie mehr auf seiner Rangstufe, ihn noch retten wollten. K. plädierte offen dagegen und beim Showdown mit Jimmy allein auf dem Parkplatz der Schule schlug ihm das Herz bis zum Hals. Würde Jimmy gewalttätig werden, er hätte keine Chance gehabt.
Jimmy hingegen, so wurde K. später berichtet, erinnerte sich nur zu gut an eine Auseinandersetzung ein Jahr zuvor, in der K. in einem seiner wenigen volltrunkenen Zustände eine Provokation zum Anlass nahm, die Sache abschließend zu regeln. Die Mitglieder seiner Band hatten ihn wohl noch vor dem Schlimmsten bewahrt und von Jimmy runtergezerrt. Der trug an Hals und Schulter noch einige Zeit die Blutergüsse von den Bissen mit sich rum, mit denen K. ihn in seiner Raserei erledigen wollte. K. konnte sich nicht an den Vorfall erinnern, Filmriss in Reinkultur.
Die Wege trennten sich nach dem Abitur und wie gelegentlich zu vernehmen war, hatten er und Lena auch ihre Krisen, bis sie ihn vor die Tür setzte, ihre Erfahrungen mit anderen Männern machte, um ihn schließlich doch zu heiraten, ungeachtet aller beruflichen Fehlschläge und seiner rekordverdächtigen Erfolge als Kampftrinker. Er hatte ja auch gute Seiten, konnte sehr gut mit seinen Kindern, arbeitete wie ein Stier und ihr Haus, auf dessen Baustelle er zahllose Stunden Eigenarbeit verrichtet hatte, war schon ein Kleinod im Großformat.
K. traf die beiden alle paar Jahre auf den Klassentreffen und hörte manchmal von Dritten, die - zögerlich - wieder intensiveren Kontakt aufgenommen hatten, nicht durchgängig mit guten Erfahrungen. Ein Pläuschchen suchte Lena immer mit K. Da kam es erkennbar nicht so sehr auf den Inhalt an. Sie flirtete mit angezogener Handbremse sozusagen, entbrannt war sie nie.
Nicht sie, nicht für ihn.
Und so spürte K. nach einer derartigen Begegnung stets eine merkwürdige Zufriedenheit. Trotz aller Verschiedenheit im Denken und Zusammenleben mit anderen suchte sie seine Nähe, gab ihm zu verstehen, dass ihr seine Aufmerksamkeit etwas bedeutete. Es wühlte ihn nicht auf, weil er wusste, wie wenig mitfühlend sie jenen gegenüber war, die ihrer Sympathie nicht würdig waren und wie wenig ihn davon trennte, in ihren Augen zu jenen zu gehören.
An ihre Seite träumte er sich nie.
Nicht er, nicht bei ihr.

* * *

Nach einer Zeit zogen sie um in das Bett und lagen plaudernd beieinander. Viel hatten sie sich zu erzählen und er bekam ein Bild von ihr und Jimmy, das ihn zwar nicht überraschte, aber so noch nicht berichtet worden war. Die Freiräume, die ihre berufliche Tätigkeit bot, nutzte sie nicht zielstrebig, doch gelegentlich, wenn die Sympathie mindestens so stark wie das Verlangen. Ein schlechtes Gewissen plagte sie dann nicht gegenüber ihrem Hallodri von Mann.
Schmunzelnd blickte sie herab auf sein Gesicht, wie sie so auf dem Bauch lag neben ihm. Das Kompliment hatte er verstanden und so viel anders fühlte er nicht.

*

Nach einem sanften Kuss auf seine Lippen legte sie ihren Kopf zur Seite. Seine Finger streichelten sanft über ihren Rücken, kreisten, wanderten hinab zu ihren Pobacken, weiter über ihre Schenkel nach unten. Er hatte sich aufgerichtet, um ihren ganzen Körper hauchzart berühren zu können in stetem Auf und Ab.
Sie hatte die Augen geschlossen, und zunächst hatte er den Eindruck, sie würde weg dösen. Aber er bemerkte in dem gleißenden Licht, wie ihre Härchen sich aufstellten und sie trotz der Wärme im Raum eine Gänsehaut bekam. Auch wurde ihr Atem intensiver und ihr Becken unruhig.
Seine Finger fuhren mit stärker werdenden Druck entlang der Wirbelsäule durch ihre Muskulatur und sie begann wohlig zu stöhnen. Sein Griff wurde fester, er kratzte mit den Nägeln über ihren Rücken, biss sie in den Nacken und küsste sich ihre Wirbelsäule nach unten. An ihren Backen zögerte er, seine Zunge forderte nicht zwischen sie.
Es hielt sie nicht sie nicht mehr auf dem Bauch, sie entwand sich seinem Griff und räkelte genüsslich ihr Becken an seinen Mund. Der tauchte ein in den Geschmack ihrer Erregung und liebkoste ihre Scham mit wildem Ver.langen. Er saugte und leckte in schnellem Wechsel, und als sie sich orgiastisch verkrampfte, ließ er seine Zunge wieder auf ihrer Perle vibrieren. Mit harten Zuckungen bekundete ihrer Becken den Erfolg seiner Bemühungen ebenso wie ihr kehliges, hastiges und schließlich langgezogenes, gepresstes Stöhnen.
Als er abließ von ihr, beugte sie sich nach vorne und nahm sein Glied auf in ihren Mund. Ein himmlisches Gefühl, wie sie gekonnt den Rand seiner Eichel umspielte, züngelte und saugte, was hätte er mehr wünschen können als so verwöhnt zu werden. Er wehrte sich gegen die Verlockung, sich einfach dem hinzugeben, wie Hitze und Frösteln in schnellen Wellen über Nacken und Rücken jagten und ein neuer intensiver Höhepunkt schnell näher kam.
Er entzog sich ihr und sie sah ihn äußerst verwundert an, für einen kurzen Moment im Glauben, etwas falsch gemacht haben. Aber sein Biss in ihren Hals, seine wilden, im engeren Sinn schon nicht mehr zärtlichen Küsse belehrten sie, dass er den frühen kleinen Tod scheute und nur deshalb auf eine schnelle Erfüllung verzichtete.
Dann richtete er sich auf, gestützt auf seine Arme, blickte ihr direkt in die Augen und fragte sie: Hast Du Lust auf etwas, nun sagen wir, ein klein wenig Besonderes?
Ihr Mund verzog sich zu einem Grinsen, sie hielt ihn wohl für ein bisschen anmaßend, oder war sie verunsichert? Nein, gewiss nicht.
Nicht sie, nicht bei ihm.
Na, dann lass mal sehen, sagte sie und blickte ihn mit großen Augen an.

* * *

Über das Telefon bestellte er den Service für die Suite, bekam eine nicht hörbare Information und bestätigte zufrieden. Gut gelaunt kuschelte er sich an sie, als ob er auf gar nichts warten würde, auffällig bedacht darauf, zwischen ihrem Unterleib und dem seinen ausreichend Decke zu wissen.
Lena fragte nicht, also gab er auch keine weitere Auskunft. Ein wenig Schmusen, grundloses Lachen, und konsequentes Schweigen ergaben eine sehr eigenartige Situation, die nichts von Beklemmung, Unsicherheit oder Verstimmung in sich hatte, aber auch keine besondere Spannung vermuten ließ.

*

Ohne anzuklopfen traten Petra und Dorothee ein und durchschritten zügig den freien Raum zum Bett hin. Mit der Bewegung der Tür erhellte sich der dortige Bereich langsam in weißem, grell werdenden Licht und so erschienen die beiden wie die Leibgarde eines archaischen Herrschers, wie sie sich mit klackenden Absätzen ihrer beinhohen, schwarzen Lederschnürstiefel und ernstem Blick näherten.
Petra trug wie immer dieses enge, von Schnüren und Metallringen überzogene, schwarze Lederkorsett, das ihre freien Brüste auf einer Büstenhebe prachtvoll darbot. Die Nippel waren von silbernen Piercings durchstochen, die je eine ebensolche Scheibe über dem Warzenhof fixierten. Ihr Unterleib war nackt, ihre Scham rasiert bis auf den schmalen Streifen auf ihrem Venushügel und Klitt und Schmlippen trugen ebenfalls silbernen Schmuck. Ihr langes, dunkles Haar trug sie streng nach hinten gebunden, ihre Lider waren in dunkelblau und silber geschminkt und von langen schwarzen Wimpern gekrönt. Mit ihrem ernstem, düsterem Blick, konnte, wer sie nicht kannte, sie fürchten und als Inkarnation des Bösen empfinden.
Dorothees Bewegungen und Haltung waren vollkommen synchron zu jener Petras, nur war sie mit Ausnahme der Stiefel vollkommen nackt. Sie trug ihre langen, wallenden, schwarzen Locken offen und ein freundliches, gewinnendes Lächeln auf den Lippen. Auch sie war in Petras Stil rasiert und von ihren Labien baumelten neckisch kleine, mit Clips befestigte Handschellen, im Detail ein angedeuteter Kontrast zu ihrem Vertrauen erweckenden Auftreten.
Ohne stehen zu bleiben, stiegen sie in das Bett und stützten sich über Lena. Petra sah ihr kurz tief in die Augen und zog mit harter feuchter Zunge von ihrer linken Brust über ihren Hals einen feuchten Streifen hoch zu ihrem Nacken, biss sie in den Hals, gekonnt, einfühlsam, fordernd und hauchte wortlos ihr schweres Atmen in ihr Ohr.
Dorothee begrüßte Lena freundlich, beschmuste ihre Brüste, ihren Hals, ihren Nacken. Schön Dich kennenzulernen. Wir werden einiges erleben zusammen, ich bin sicher, es wird Dir gefallen, flüsterte sie und knabberte an Lenas Ohrläppchen samt Ohrring.
Lena mochte beeindruckt sein, ihre skeptisch hochgezogenen Augenbrauen wiesen in diese Richtung. Verstört angesichts des Auftretens der beiden Höllenengel schien sie nicht.
Nicht sie, nicht wegen ihnen.

*

Schwungvoll federnd verließ Petra das Bett, schritt zur Tür neben dem Sideboard, öffnete sie und wies mit der flachen Hand in den sich erhellenden Innenraum. Wähle, was Dein Herz begehrt!
Komm, sagte Dorothee gut gelaunt und führte Lena in den Nebenraum, einen weitläufigen begehbaren Schrank, der alles enthielt, was dem Verlassen gängiger Bahnen, der äußeren Symbolisierung neuer Selbstansichten, der Verwirklichung dunkler Begierden dienen konnte. Hier hingen alle Arten und Größen von Korsetten, Miedern, Stiefeln, Halsbändern, Arm- und Beinmanschetten aus Leder und Metall mit eingearbeiteten oder frei applizierten Ösen, Ketten oder Bändern, dazu Nippel- und Klitrisklammern, Augenbinden, Knebel, Reitgerten, Peitschen, Paddel und sonstige Dinge von auf den ersten unkundigen Blick unbekanntem Verwendungszweck. Lena trat langsam, nicht zögerlich, ein und ließ ihren Blick interessiert über den respektablen Fundus schweifen.
Hier ging es ja nicht allein darum, den nüchternen Anwendungsbereich der Objekte zu erahnen, sondern sich klar zu werden, wie frau sich selbst sehen, darstellen und empfinden wollte, und darüber hinaus, wohin sie sich wagen sollte. Immerhin hatte die Einladung K.'s mit dem Auftritt der beiden Grazien eine unerwartete Wendung genommen. Daran änderte auch nichts, dass ein wenig gepflegter Sadomaso als Phantasie junger, moderner Frauen gerade in medialer Hype sehr en vogue war. Das hier wirkte sehr profund und von aktuellen Moden unabhängig, eine Aura echter Überzeugung umgab diesen geschmackvoll konzipierten Freiraum abseits gängiger erotischer Umgangsformen.
Man sah es Lena an, wie sich die Gedanken überschlugen, was auf sie zukommen könnte, wie weit sie gehen wollte, ob ihr überhaupt irgendetwas in dieser Richtung zusagen würde.
Der Fundus hätte ihr viele Insignien einer alles beherrschenden Gebieterin zur Verfügung gestellt und niemand der Anwesenden hatte sie bisher nur annähernd in eine Richtung gedrängt. Aber wie fast alle im Leben selbstbewusst und bestimmend agierenden Frauen war sie magisch angezogen von jenen Accessoires, mit deren Anwendung sie alle Verantwortung abgegeben, sich umfassend anvertrauen, sich ganz hingeben würde.
Dorothee unterbrach ihren Gedankengang, als sei das Eintreten in diese Welt und gerade die Faszination der submissiven Rolle selbstverständliches Bedürfnis, und empfahl die hohen Lederstiefei, nicht nur weil sie geil aussahen, sondern auch mit der im Inneren vernähten zweiten Lederlage in Höhe der Knie diese schonten bei dem was vielleicht kommen würde. Lenas Augen weiteten sich angesichts dieser in sanftem, selbstverständlichem Tonfall übermittelten Vorabinformation und sie zögerte. Dorothee legte den Arm um ihren Hals, küsste sie sanft auf Wange, Hals und Lippen und hauchte: Keine Angst, Du wirst es mögen. Und ich bin bei Dir.
Ach was, warf Petra schroff ein. Sie ist doch eine dieser smarten Business-Püppies, die ein bisschen auf frivol devot machen, da passen ihre Büro-High-Heels doch am besten. Und ihre Knie werden es schon aushalten.
Lena schien dies nicht als Provokation zu nehmen, denn sie warf ihr keinen giftigen Blick zu, sondern nickte nur bedächtig. Ausschlaggebend war wohl, dass Lena die Lederstiefel nicht ansprechend genug waren. Ich bleib bei den meinen, entschied sie sich.
Petra lächelte zufrieden, fasste Lena fest um ihre Taille, fuhr mit ihrer Zunge von ihrem Schlüsselbein hoch über ihren Hals bis zu ihrem Ohr und hauchte: Braves Mädchen. Eine etwas gewagte Wortwahl, denn Petra hätte fast ihre Tochter sein können und besonders schüchtern trat Lena noch nicht auf. Aber Petra klärte immer die Rangfolge, wenngleich K. sie als dienstbaren Geist erfahren hatte, dessen ehrliches Anliegen ein lustvolles Gelingen für alle Beteiligten war. Ihrer Rolle dabei wurde sie mit selbstbewusster Zielstrebigkeit bestens gerecht.
Gut, meinte Dorothee, wir finden noch einiges, das Dir helfen wird, Dich erregen zu lassen in ungekannter Weise, Grenzen zu überschreiten und tiefe Lust zu empfinden. Dabei streichelte sie ihre Brüste, deren Nippl sich aufrichteten, und ihren Rücken hinunter bis zu den trefflichen Pobacken, fuhr zwischen sie und suchte ihren Anus, zart, neugierig, einfühlsam.
Lena tat diese zarte, selbstbewusste und bestimmende weibliche Zuwendung äußerst gut. Sie dachte nicht darüber nach, was sie plötzlich an Frauen so erregend fand, denn vielleicht war das ja noch das harmloseste. Sie wollte Neues, Ungeahntes erleben, ein kleines Spiel mit dem Feuer und da tat es gut, dass all das so ansprechend, einladend, verführerisch auf den Weg gebracht wurde. Sie lachte Dorothees Lachen zurück, umarmte und küsste sie ebenso.
Selbst Petra schmunzelte, als sie ihr die weiteren Accessoires reichte - obwohl diese schon neuen Anlass zur Skepsis hätten bieten können. So schmeichlerisch lancierten sie Lena in die Rolle einer unterwürfigen Dame, dass Lena den kurzen Gedanken an eine dominante Position schnell verwarf. Was müsste sie sich da alles an Gedanken machen, um das Ganze auf- und erregend zu gestalten? Mal abgesehen davon, dass sie auch emotional nicht dieser Richtung zuneigte. Intensiv zu spüren, sich ganz fallen zu lassen, alles anderen zu überlassen, jede Verantwortung für sich und andere abzugeben, ein äußerst verlockender Gedanke. Mit schnellen Griff nahm sie Halsband, Hand- und Fußmanschetten und nach kurzem Überlegen eine Reitgerte aus dem Regal.

*

Dorothee drapierte ein großes, dunkelblaues Saunatuch auf der in der Mitte des Raumes stehenden Liege mit Lederbezug, eine ausladende, erhöhte Chaise-Iongue, und lud Lena ein, sich auf sie zu legen. Der Zweck war mit diesem Möbel nicht so praktisch zu erfüllen wie mit den üblicherweise verwendeten gynökologischen Stühlen, nur vermittelten diese eben auch nur ein sehr technisch-funktionelles Herangehen und wirkten bei nicht wenigen Damen eher abstoßend als anregend.
Ein wenig nervös wirkte Lena schon, als ihr die Ledermanschetten an Hand- und Fußgelenken sowie das Halsband angelegt wurden, und die von Dorothee angebotene Augenbinde lehnte sie kopfschüttelnd ab. Das konnte aber auch darin begründet sein, dass sie einfach nur neugierig war und das Neue mit allen Sinnen wahrnehmen wollte. Erst später, wenn ihr alles bekannt war, konnte aus der Verlorenheit im Dunkeln ein zusätzlicher Reiz unerwarteter Ereignisse, Berührungen, Empfindungen entstehen.
Während Dorothee noch durch Lenas Haar strich und sich nach dem guten Sitz der Manschetten erkundigte, führte Petra flugs Lederschüre durch deren Ösen und zog Lenas Arme noch oben. Lenas Augen weiteten sich erschreckt. Doch schon hatte Dorothee desgleichen mit Lenas Fußfesseln getan. Ohne Schmerzen gestreckt lag sie wie auf einem Operationstisch gefangen. Ihr Atem ging schneller, ihre Brüste hoben und senkten sich merklich und eine Gänsehaut überzog sie trotz der Wärme im Raum.
Dorothee begann, Lenas Brüste mit ihrer Zunge zu liebkosen, sie mit ihren Händen sanft zu kneten und saugte an ihren Nippeln, die sich verhärteten und aufstellten. Schmerzerfüllt zuckte Lena, als Petra die erste an einer dünnen Kette befestigte Klammer um die Warze schloss, sie stöhnte wimmernd bei der zweiten an der anderen Brust. Dorothee besänftigte sie und flüsterte, das wird Dir guttun mit der Zeit. Nicht erschrecken, jetzt zieht es gleich nochmal ordentlich. Das tat es, als Petra die dritte Klammer an Lenas Klitt zuschnappen ließ.
Jetzt stöhnte Lenas wirklich laut und langgezogen, um sich dann mit hechelndem Atem der von ihren Betreuerinnen erwählten Qual zu ergeben. Dorothees Mund wanderte küssend nach unten zwischen Lenas Beine und leckte ihre hervorgequollene Perle, eine für Lena bislang unbekannte Mischung aus angenehm lustvoller und schmerzender Empfindung. Ein wenig zumindest wich der Schrecken dem Gefühl des Genusses.
Als wäre eine Gegenwehr zu erwarten, bog Petra ihr linken Arm auf den Rücken, als sie die Schnur losband, zog sie durch die rückwärtige Öse des Halsbandes und band ihr den Arm hoch. Gleiches tat sie mit dem rechten und nun musste Lena sich in ihre Hilflosigkeit vollends fügen, wollte sie sich nicht selbst die Luft zum Atmen nehmen.
Dorothee schloss noch eine Kette mittlerer Länge zwischen Lenas Füßen, die ihr zwar relativ weite Schritte ermöglichten, eine Flucht aber auch mehr als symbolisch erschwerten.
K. hatte diese Vorbereitung von der Tür aus beobachtet. Nun zog unter Petras Regie im Schritt offene, seitlich eng geschnürte dunkelbraune Lederbeinkleider an und Bikerstiefel. Auch an seinen Handgelenken befestigte sie Manschetten mit Metallösen und um sein steifes Glied und seine harten Hoden legte sie einen strengen, mit Druckknöpfen verschließbaren Halfter.
Dorothee und Petra fassten Lena unter den Armen und verließen den Nebenraum. K. folgte ihnen und ließ sich wieder auf der Couch nieder.

*

Lena saß mit etwas engeistertem Gesichtsausdruck auf der Toilette, doch dann schien sie Bescheid zu wissen, als Petra dem Schränkchen am Waschbecken ein großes Klistier entnahm und mit Wasser befüllte. Sie kniete sich neben Lena, bespritzte ihren Anus mit ein wenig Wasser, führte die Pipette ein und entleerte den Ballon zügig in Lenas Rektum. Zweimal wiederholte sie das, dann ermahnte sie Lena, es sei ihr nicht erlaubt, die Toilette zu verlassen. Lena dachte nicht im Traum daran, denn schon grummelte es in ihrem Gedärm und das letzte was sie noch wollte, war, sich von einer Toilette zu entfernen.
Dorothee hatte einige Wandschalter betätigt und aus zwei Bodenklappen in der Mitte des Raumes zwischen Sitzgruppe und Nassbereich erhoben sich Metallsäulen, hydraulisch gesteuerte Teleskope mit Metallringen an der Spitze. Sie stoppte das Ausfahren in Hüfthöhe und wies K. mit ausgestrecktem Arm seinen Platz zwischen den Säulen an. Wortlos begab er sich dorthin und ließ seine Hände von Petra anketten. Dorothee fuhr die Säulen weiter aus, die seine Arme nach oben zogen, bis seine Muskulatur schmerzhaft gespannt war. Kein Laut kam über seine Lippen. Sie und Petra zogen seine Beine mit Ketten weit auseinander, die sie um den Fuß der Säulen legte. Er hatte Mühe, derart gestreckt noch zu atmen, aber sein Glied reckte sich in Erwartung des Kommenden.
Dorothee fuhr auch ihm mit feuchten Tüchern zwischen die Pobacken, führte ihren Finger ein, unbeeindruckt von seinem Keuchen, und wars dann zufrieden. Sie kraulte seine Hoden, massierte sein Glied ein wenig und verfuhr dann mit ihrem Podex in gleicher Weise.
K. sah Lena in die Augen und ihr gequälter Blick wanderte noch von seinen Augen zu seinem Geschlecht, dann senkte sie ihr Gesicht auf die Knie und entleerte sich unter Krämpfen und ihr sichtlich peinlichen, unappetitlichen Geräuschen. Nur gut, dass die Lüftung für solche Dinge bestens ausgelegt war. Wie ein Häufchen Elend wirkte sie gerade, doch der ersichtliche Grund dieser Prozedur hielt sie, die sich ja freiwillig unterwarf, bei der Stange.
Dorothee kniete sich neben sie, wand Hygienepappier um ihren Mittelfinger und stocherte in Lenas Annnns, prüfte das Ergebnis, nach jedem Schwall erneut, bis sie annahm, nun wäre das Ende in Sicht. Lena bestätigte ihre Frage, erhielt eine letzte Spülung und nach deren Wiederaustritt wurden ihr Anns und ihre Pobacken ausgiebig gewaschen. Lena bat um eine Dusche, doch Dorothee erklärte ihr, dass ihr Kätzchen seinen unverfälschten Geschmack bewahren sollte.
Dann hakte sie den Karabiner einer Kette an der vorderen Öse von Lenas Halsband ein, zog sie mit sich in den freien Bereich inmitten der Sitzgruppe hinter dem mit moderner Technik realisierten Andreaskreuz, an dem.K. fixiert war, und drückte sie auf die Knie. Mit spitzen Fingernägeln kratzte sie über Lenas Rücken und flüsterte: ich will, dass du mich leckst. Lena stöhnte zufrieden und hauchte: Jaaa.
Breitbeinig stellte sich Dorothee vor Lena, beugte den Oberkörper, drückte ihren Arsch nach hinten und bot ihr Geschlecht und Annss zum Liebesdienst. Lena zögerte, schnupperte, doch Dorothee zog ihr Gesicht mit der Kette sanft näher. Lena schloss die Augen und führte ihre Zunge an Dorothees Spalte, züngelte zurückhaltend und ließ dann ihre Hemmungen fallen. Fest leckte ihre Zunge durch den Schlitz, suchte die Perle, saugte, vibrierte.
Plötzlich fühlte sie eine Faust im Nacken. Petra zwang Lenas Mund noch oben an Dorothees Anus. Leise aber sehr bestimmt ermahnte sie sie: Alles lecken, ganz ausgiebig, wie ihr Po sich Dir entgegenreckt, so liebkost Du sie! Erst dann, wenn sie ganz weich ist und Deine Zunge schon ein wenig eindringen kann, dann lutscht Du ihre Klitoris bis sie kommt.
Lena Genick schmerzte in der Überstreckung, ihre Nase bekam kaum Luft zwischen Dorothees Arschbacken und ihre Kehle würde gewürgt durch den Zug der Fesselung auf ihrem Rücken und dem mit der Kette in Dorothees Hand. Die zog ihr Gesicht nun heftiger an ihre Löcher und presste ihren Arschh auf Lenas Gesicht und führte es zu ihrer Perle.
Lena wollte nur, dass sie kommt, alles schmerzte sie, Knie, Nacken, Wirbelsäule, verkrümmt und gefesselt wie sie war, dazu noch die Klammern an Nippeln und Klit. Immer heftigter saugte sie, Dorothes Unterleib zuckte, ihr Becken stieß in schneller Folge an Lenas Gesicht und im Kommen zog sie die Kette streng nach vorne. Lenas versuchte verzweifelt, sich zu entwinden, Luft zu bekommen, doch Petras Faust zwang sie weiter an Dorothees Po, bis diese sich beruhigte und nur noch ein Ausklingen der oralen Verwöhnung am Poloch verlangte. Mit spitzer Zunge erfüllte Lena diese Forderung, während sie keuchend Luft holte.
Als Dorothee sich aufrichtete und die Kette fallen ließ, da sie das Interesse zu verlieren schien, sank Lena zur Seite, um ihre Knie zu entlasten und meinte, aufatmen zu können. Irritiert sah sie, wie Petra aus Bodenklappen um sie herum Metallringe nach oben zog, Ketten einführte und ihr unvermittelt an Knien und Halsband befestigte. Mit je einem strengen Ruck zog sie die Ketten straff und Lena konnte wieder nur kniend mit gespreizten Beinen und eng gefesselten Füßen verharren, den Kopf von vorne mit der Kette und von hinten durch ihre gebundenen Hände fixiert. Lena weinte, hing kraftlos in ihrer Zwangslage.
Zusätzliche Leuchten erhoben sich aus dem Boden, und erhellten Lena von allen Seiten. Der Boden war warm von der dort verlegten Heizung, ein Luftzug von irgendwoher umschmeichelte ihren nackten Körper, und die bald einsetzende Mundtrockenheit ließ sie willig trinken, wenn die beiden Damen ihr ein Glas an den Mund setzen.
Petra führte ihr einen zylindrischen Edelstahlpfropfen in den Mund und befahl ihr, diesen im eigenen Interesse gut anzufeuchten. Mit geweiteten Augen mühte sich Lena, dies zu erfüllen. Dann setzte Petra ihn an Lenas Anss und schob in zielstrebig mit drehenden Bewegungen nach innen. Lenas Poloch schmerzte angesichts der groben Raumforderung und sie schrie verhalten, versuchte, die Qual zu ertragen, jedoch verkrampfte sie. Petra schien nicht gewillt, sanfter vorzugehen und Lena war wie erlöst, als ihr Schließmuskel vollständig über die breite Mitte des Metallkörpers glitt, sich um die Engstelle zwischen Knauf und Zylinder schloss und sie die angenehme Kühle des Metalls in sich spürte.

*

Dorothee hatte dem obersten Schubfach des Sideboards eine Reitgerte entnommen. Sie umkreiste K., tätschelte mal seine Pobacken, dann seine Schulterblätter, sein Gemächte um schließlich vor ihm stehen zu bleiben und die Gerte in seine Wangen zu drücken. Bist Du bereit, Hilfloser?
Er schmunzelte, holte tief Luft und knurrte sie an: Ja, ich bin bereit, komm endlich zur Sache!
Schell bereute er seine vorlaute Art, denn Dorothees Finger quetschten seine Hoden schmerzhaft. Vorsicht! zischte sie. Du vergisst wohl, in welcher Lage Du bist? Ich kann Dir Schmerzen bereiten, die keine Lust bereiten! Ich brauche nur etwas fester zuzudrücken und Du bist froh, wenn Du heute noch ins Leere spritzen kannst ohne irgendwo einzudringen. Also benimm Dich.
Auf die dämlichen genreüblichen Anreden mit Herrin und Sklave verzichtete sie. Er war der Kunde und so ganz unterwürfig war er ja nicht. Aber was sollte er machen, wenn sie ihn einfach zum Erguss brächte ohne dass er Interessantes erlebt hatte. Im eigenen Interesse bat er also demütig um ihre Dienste.
Dorothee lächelte und wanderte mit ihrer Zuge zu seinem Geschlecht, an seinen Sack und wieder hoch, knabberte an seinen Brustwarzen und biss dann ein wenig schmerzhaft zu. Was angenehm war und was nicht war am Grad der Erregung seines Gliedes abzulesen. Sie ließ ab von ihm und begab sich hinter ihn.

*

Dorothee schlug mit Freude zu, sie wusste, dass sie niemanden ernsthaft quälte. Petra hingegen tat solches mit nüchterner, zielstrebiger Aggression, die irgendwo tief in ihr wurzelte, aber niemals zum Exzess neigte. Langsam, tastend, fast noch spielerisch ergründete Dorothede Rhythmus und Intensität, die ihm wirklich Lust bereiteten. Lena, die gebannt auf das Geschehen vor ihr starrte, bemerkte entsetzt, dass sich dunkle Striemen auf K.s Rücken abzeichneten ohne dass Dorothee nachließ in der Wucht ihrer Schläge. Mit jedem Schnalzen der Gerte stöhnte K. und unterdrückte mit gepresstem Atmen seine Schmerzen.
Petra hatte sich auf ihrem Venushüggl ein schwarzes Kunstglied in den Verschluss ihres Lederkorsetts geklinkt und vom Sideboard aus ein wenig zugesehen. Dann entschwand sie aus Lenas Blickfeld, deren Aufmerksamkeit nur der doch unerwarteten Heftigkeit der Misshandlung galt. Noch als Petra sich hinter sie kniete, hatte sie nur ihre Hände an ihren Hüften verspürt und irgendwie eine Liebkosung erwartet.
Schmerzen durchzuckten ihren Unterleib, als Petra ohne Zurückhaltung in sie stieß. Zwar war das Glied mit Gleitmittel versehen, aber noch hatte kein Mann sie so rücksichtslos genommen. Ihre Vagina ergab sich dem eindringenden Stab schließlich und Lena begann, die Stöße als angenehmer zu empfingen, wenngleich die Härte ungewohnt war. Alles an ihrem Unterleib war voller Spannung mit dem dicken Bolzen in ihrem Arsch und der Klammer an ihrer Perle.

*

Dorothee fand, K. habe genug und er nickte nur auf ihre Frage. Die Säulen ließ sie einfahren bis knapp über den Boden und so wurde er auf die Knie gezwungen. Sie löste einen Fuß und band ihn an den anderen, bevor sie diesen von der Säule losmachte. Gleiches tat sie mit seinen Händen und dann schleifte sie ihn über den Boden vor Lena hin. Petra ließ ab von Lena, zog mit Dorothee K. 's Knie auseinander und fixierte ihn kniend vor Lena. Sie setzte K. ihren Stiefeln in den Nacken und drückte ihn zu Boden, sein Arsch hob sich so nach oben, sein Anus lag frei direkt vor Lenas Mund. Los, herrschte sie Lena an, Du weißt, was Du zu tun hast. Die Beugeketten erlaubten ihr nicht sich zu erheben, nur kniend ein wenig aufzurichten.
Lena fügte sich und ihre Zunge suchte seinen Unterleib. Er drückte sich ihr entgegen und bekam endlich einmal jene tabulose Verwöhnung, die er den Damen so gerne zumutete und die stets erschrocken schwankten zwischen Entsetzen und Entzückung.
Lena hatte gut gelernt bei Dorothees Verwöhnung. Ihre Lippen ließen nur kurz ab von ihrer Aufgabe, um seine verschnürten Hodenn zu umschließen und auch an ihnen ein wenig zu saugen. Er genoss alles, aber am meisten ihren Anilingus.
Nie hätte er sich so etwas zu erträumen gewagt.
Nicht er, nicht von ihr.

*

Plötzlich schmerzte es wieder in Lenas Arschloch. Dorothee zog den Plug heraus und in umgekehrter Richtung waren Lust und Schmerz noch intensiver als beim Einführen. Dorothee kam näher mit der Gerte in der Hand. Na, Püppchen, ich nehme an, Du magst keine blutigen Striemen auf Deinem Luxuskörper? Lena schüttelte heftig den Kopf. Nein, nein! Das geht zu weit! schrie sie.
Dorothees Lächeln war nicht mehr einschmeichelnd, hinterhältig, sadistisch wirkte es auf Lena. Keine Sorge, antwortete sie. Ich kann das auch, ohne Spuren zu hinterlassen. Oh, Gott, entfuhr es Lena. Da sausten auch schon die ersten Schläge zwischen ihre Pobacken, auf ihren Schlitz, ihre verklammerte Klit, auf ihr Poloch. Lena weinte, wimmerte, flehte, sie solle aufhören.
Petra packte Lenas beim Schopf: Bist Du nun eine willige Stute? Bist Du bereit für den Hengst? Ja, hauchte Lena, ich will bestiegen werden, ich will hart gefickt werden. Die beiden ließen ab von ihr und banden K. los. Noch bevor er versuchen konnte, mit den verketteten Füßen aufzustehen, schleiften sie ihn hinter Lena und schoben ihn über sie. Fick sie, damit sie endlich heißes Fleisch zwischen die Beine bekommt!
Seine Hände griffen an ihre Brüste, dann stieß er in sie, hart, aber nicht annähernd so hart wie Petra das getan hatte. Er beugte sich nach vorne und seine Zähne suchten ihren Nacken über dem Halsband. Der Biss gelang nur unvollständig in ihrem Haar und er ließ wieder ab davon. Er richtete sich auf, packte ihre Schenkel und stieß in sie.
Er tat Lena gut. Die Stöße eines Gliedes, das selbst Lust empfindet, gingen auf ihr Fühlen viel besser ein als Petra mit ihrer nüchternen Mechanik. Und K. empfand ihre heiße, feuchte Enge so beglückend nach der Aufregung des Schmerzes, den er noch am ganzen Körper verspürte und der im Abklingen so wundervoll überlagert wurde von der sinnlichen Freude der intimen Vereinigung.

*

Mist, keuchte Lena, ich muss pissen! Dann mach doch, presste er hervor, und stieß weiter in sie.
Nichts da, rief Petra, packte seine Hoden und zog ihn schmerzhaft aus der Frau. Dorothee umfasste sein Glied und hielt es unter Lenas Vulva. Die ruckelte ein wenig, setzte an etwas zu sagen, atmete schwer, gepresst, dann schüttelte sie den Kopf, brach in lautes Gelächter aus und gab ihrem Drang nach. Aus ihrem Schlitz sprudelte es nur so hervor und ihre Pupse überlagerten das tiefe Stöhnen der Erleichterung. Heiß und anhaltend überströmte ihr strenger Sekt sein Glied und sein Schambein sowie Petras und Dorothees Hände.
Jetzt leck sie! befahl Petra und drückte seinen Kopf an ihren Po. Die Aufforderung brauchte er ja gar nicht. Gierig züngelte er in ihrem Loch, an ihrem Schlitz, an ihrer verpissten Perle. Noch einmal verspürte Lena Blitze in ihrem Unterleib, zuckte und flehte ihn schließlich an, von ihrer Klit abzulassen.
Dorothee setzte sein Glied an ihren Anus und forderte ihn auf, sie nun ordentlich in Arsch zu ficken, geweitet sei sie ja. Diese besondere Enge empfand er als noch viel geiler und Lena gab sich trotz des Schmerzes ganz hin und feuerte ihn an, sie einfach nur noch zu ficken.
Spritz ihr in den Mund, verlangte Petra und als er sein Kommen verspürte, zog er sein Glied schnell aus ihr. Dorothee packte Lena Kopf, damit sich nicht entziehen könnte und Petra drückte ihre Kiefer auf. K. führte sein Glied zwischen ihre Lippen und massierte es mit kräftiger Faust, bis er sich ergoss in Lenas Mund, deren Zunge ihm einen viel schöneren Orgasmus bescherte als Mummu und Arschloch es je vermocht hätten.
Und sie war dankbar, dass er nicht in ihre Kehle gestoßen hatte. Das hätte sie nun wirklich nicht ertragen.

*

Dorothee warf den Schlüssel für die Kettenschlösser auf den Boden und sagte: Ihr werdet euch schon freibekommen und dann seid ihr gerettet!
Sprach's und verschwand mit Petra, so wie sie gekommen waren.

*

Lena war irgendwie froh, dass sie weg waren. Und wenn ihre Hände erst nicht mehr auf den Rücken gefesselt wären, wäre sie wahrscheinlich richtig glücklich.
So einfach war die Sache allerdings nicht: Dorothee, das Miststück, hatte ihn angeschlossen, als er in Lena zu Gange war und nun lag der Schlüssel wenige Zentimeter außer Reichweite, so sehr er sich auch streckte. Erst mit Lenas Schuh konnte ihn zu sich ziehen und sie und sich befreien.
Erschöpft lag sie an seiner Seite in der ganzen Sauerei, schmuste kraftlos und meinte: Ich will nur noch duschen und schlafen.
Nach mehr war ihm nun wirklich auch nicht mehr.

* * *

Sie standen an der Straße vor Agnes Haus und warteten auf die Taxis. Müde, erschöpft nach zu kurzem Schlaf, blickten sie schweigend in die Morgendämmerung, die sich zwischen den Lagerhallen auf der anderen Straßenseite andeutete.
Ich hätte nicht im Traum gedacht, dass Du so versaut bist, sagte Lena leise, mehr zu sich selbst.
Wie oft hatte er diesen Satz schon vernehmen müssen.
Nur: in Lenas Stimme schwang kein Hauch von Abscheu mit, im Gegenteil. Es war die ungläubige Faszination über die erlebte tiefe Befriedigung.
Sie würde ihn nicht lieben.
Nicht sie, nicht ihn.
Aber sie würden sich wiedersehen.
Und nicht nur das.

 

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