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Natursekt

Fotograf: Jesus Coll weitere Arbeiten finden Sie hier.

Die Vorliebe, Urin in sexuelle Spiele einzubeziehen, nennt man Urophilie oder auch Undinismus. Urophagie ist noch so ein schönes Wort, welches für den Lustgewinn durch orale Aufnahme von Urin steht.
Das Interesse an medizinischen Fachbegriffen dürfte sich an dieser Stelle in Grenzen halten, weshalb wir dem umgangssprachlich benannten Natursekt unsere Aufmerksamkeit schenken möchten.
Pipi-Spiele sind wahrscheinlich häufig mit Schamgefühl behaftet, weshalb vielleicht zunächst ein erstes zögerliches „Sich-Gegenseitig-Anpinkeln“ unter der Dusche stattfindet.
Die englischen Begriffe Watersports, Pissing, Peeing, Golden Shower, Golden-Waterfalls und Wet-Games finden szenesprachlich Verwendung und drücken sehr bildhaft aus, was damit gemeint ist.
Menschen mit solcher Vorliebe, empfinden Natursekt, seinen Duft und das Pinkeln an sich, als sexuell stimulierend und erotisch. Dieses Sich-Fallen-Lassen, loslassen und schenken hat etwas mit großer Hingabe zu tun. Das Gefühl der Überlegenheit ist eine weitere Komponente, wenn zum Beispiel die Dame über dem Herrn steht und in dessen Mund uriniert. Die Bereitschaft des Empfangenden mutet hierbei unterwürfig, devot an, was dieser aller Wahrscheinlichkeit nach aber als Luststeigerung empfindet.
Bei Menschen mit sadomasochistischer Neigung oder in der BDSM*-Szene kann das Anpinkeln des kontrollierten Partners durch den dominanten Part als Demütigung, Bestrafung oder gar Belohnung erfolgen.
Homosexuelle verleihen ihrer Natursekt-Vorliebe mit dem sogenannten Hanky Code (ein gelbes Taschentuch in der Hosentasche) Ausdruck. Dabei steht das Tragen des Taschentuchs in der linken Gesäßtasche für den aktiven Part (Natursekt fließen lassen) und in der rechten Hosentasche für den passiven Partner (Natursekt empfangen).
Allgemein ist die Akzeptanz dieser körperflüssigkeitsausscheidenden Praktik in der Gesellschaft vermutlich eher gering und nur wenige Menschen stehen öffentlich dazu.

*BDSM – setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnungen „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“ zusammen

 

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